Eintrachtler Dominik Hollop dominierte bei „Rund um den Fernsehturm“

155 Trainingskilometer hatte Dominik Hollop (LG Olympia/TSC Eintracht 48/95) in der vergangenen Wochen zurückgelegt. Dennoch präsentierte der 20-jährige Dortmunder beim 46. Parklauf des TSC Eintracht 48/95 "Rund und den Fernsehturm" im Westfalenpark in erstaunlicher Frische und erreichte bei idealen Laufbedingungen als souveräner Sieger in starken 31:40 Minuten das Ziel am Flamingoteich. Sein Teamkollege Florian Wolter (32:32 Min.) und der Mendener Christof Neuhaus (32:38 Min.), der in Zukunft für die LG Olympia starten wird, folgten mit deutlichem Abstand.
"Der Anstieg zum Turm war ganz schön happig. Dennoch bin ich zehn Sekunden unter meiner persönlichen Bestzeit geblieben. Das stimmt mich zuversichtlich im Hinblick auf meine weiteren Rennen," befand der letzt jährige Parklauf-Zweite, der am kommenden Sonntag bei den westfälischen Crossmeisterschaften in Herten zum engsten Favoritenkreis auf der Langstrecke zählt.
Sehr zufrieden mit seiner Vorstellung zeigte sich auch der Zweitplatzierte Florian Wolter, der in diesem Jahr wegen eines Bänderrisses lange Zeit aussetzen musste und nun wieder zu früherer Form zurückgefunden hat.
Mit Simon Hoyden (4. in 32:59 Min.) und Henrik Böhringer (5. in 33:47 Min.) landeten zwei weitere LGOler im Vorderfeld, so dass die Trophäe der Westfälischen Rundschau wie im Vorjahr wieder an die Dortmunder Leichtathletik-Vereinigung ging. Den zweiten Platz in der Mannschaftswertung belegte der TSV Kirchlinde mit Felix Michels (37:07 Min.), Uli Dillenhöfer (38:34 Min.) und Timo Dillenhöfer (38:48 Min.).
Auch bei den Damen blieb die begehrte WR-Trophäe in Dortmund. Zwar ging der Gesamterfolg auf der 2640m-langen Distanz an die Schwerterin Isabel Hafenmeyer in 9:30 Minuten, doch dann folgten schon die glänzend aufgelegten LGOlerinnen mit Vanessa Guting (9:43 Min.), die gleichzeitig die B-Jugendwertung für sich entschied, Carolin Strophff (9:49 Min.), Julia Bombien (10:03 Min.) und Isabell Dillenhöfer (10:28 Min.). Besonders stolz auf ihre Leistung war 400m-Spezialistin Carolin Strophff: "Ich bin jetzt zum zweiten Mal über eine längere Distanz gestartet und bin gut damit klar gekommen. Im kommenden Jahr werde ich weiter dem Langsprint treu bleiben, mich aber langsam in Richtung 800m-Lauf orientieren, denn dort finde ich bei der LGO mit Jana Hartmann, Monika Merl und Mira Räker eine hervorragende Trainingsgruppe vor."
Während sich sein Bruder Fynn nach einer gerade überstandenen Achillessehnenverletzung noch schonen muss, ist Chris Schwiegelshohn (LG Olympia) nach seinen Knieproblemen wieder obenauf. Im Lauf der Männer-Mittelstreckler über 3960m überzeugte der Schützling von Michael Glass mit seinem Erfolg in starken 11:52 Minuten vor seinem Teamkollegen Michael Bücker (12:16 Min.) und dem Mendener Simon Quent (12:23 Min.). "Nun hoffe ich, dass ich diese gute Leistung auch auf der Bahn bestätige," erklärte Chris Schwiegelshohn nach seiner überzeugenden Vorstellung. Dortmunder Erfolge feierten auf der 3960m-langen Distanz auch der A-Jugendliche Anselm von Borries (LC Rapid, 12:26 Min.) und der B-Jugendliche Paul Kochhäuser (LGO, 12:47 Min.).
Knapp 500 Läuferinnen und Läufer starteten bei milden Temperaturen und viel Sonne im Westfalenpark. Damit verzeichnete die Traditionsveranstaltung teilnehmermäßig gegenüber dem Vorjahr (viel Regen) einen deutlichen Aufwärtstrend.

Schrittmacher Jürgen Graf musste aufs Elektrorad umsteigen
Respekt vor den Leistungen der Läuferinnen und Läufer hatte Radsportler Jürgen Graf, der schon seit 25 Jahren beim Parklauf "Rund um den Fernsehturm" dafür sorgt, dass in den verschiedenen Rennen die jeweiligen Führenden freie Bahn haben.
Da Jürgen Graf nach einem schweren Fahrradunfall noch nicht wieder hundertprozentig fit war, stieg er dieses Mal auf ein Elektrorad um. Vor allem beim Anstieg zum "Florian" erwies sich das E-Bike, das ihm von Tom´s bikeworld zur Verfügung gestellt wurde, für den gehandicapten Radler als wertvolle Hilfe.
Ganz aufs Fahrrad umgestiegen ist inzwischen der frühere Langstreckler Horst Pallatzky (TG Westhofen), der 20-mal am Lauf am Parklauf teilnahm. Er nutzte eine Trainingsfahrt, um als Fahrradkurier die Meldungen seines Vereins dem TSC Eintracht in Form eines Briefes zu überbringen. Obwohl im digitalen Zeitalter die Meldungen nur noch "online" abgegeben werden, nahmen die Organisatoren die Nennungen dankend an.
Eine erstaunliche Fitness demonstrierte im Westfalenpark Werner Dannebom. Der frühere Stadtrat der Stadt Dortmund (1970 bis 1990) legte im stolzen Alter von 81 Jahren die 10km-lange Strecke in respektablen 1:06:57 Stunden zurück und ließ dabei noch einige deutliche jüngere Läufer hinter sich. "Ich laufe zweimal in der Woche und mache alljährlich mein Sportabzeichen, in diesem Jahr bereits zum 41. Mal," gewährte der ausdauernde Senior einen Einblick in sein Fitness-Programm.
Bei der Organisation und Durchführung des Parklaufs kooperierten die Eintrachtler in diesem Jahr mit der Laufgemeinschaft der BKK/Ruhrpotts. Unterstützt wurde die Traditionsveranstaltung zudem durch die Westfälische Rundschau, die Sparkasse Dortmund, Laufsport Bunert und die Sattler KG.
Der 47. Parklauf „Rund um den Fernsehturm“ wird im kommenden Jahr am 10. November 2012 stattfinden. Ursprünglich wollten die Eintrachtler ihren Lauf am 17. November 2012 durchführen, doch dann würde man terminlich kollidieren mit den westfälischen Crossmeisterschaften.
Peter Middel
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