Presse 2010
Schwiegelshohn und Räker wasserfest

Mira Räkers wasserfestes Make up hielt beim 45. Parklauf des TSC Eintracht „Rund um den Fernsehturm“ dem starken Regen stand, nicht jedoch die Streckenmarkierungen im Westfalenpark, die von den Fluten weggespült wurden.
Der Veranstalter sicherte kurzerhand mit viel Flatterband den Parcours am Fuße des Florian ab, so dass die 300 Teilnehmer, die trotz Dauerregens in Dortmunds „grüner Lunge“ an den Start gingen, jederzeit die Orientierung behielten.
„Ich hätte mich auch so im Westfalenpark zurecht gefunden,“ schmunzelte Mira Räker, die im 10km-Lauf der Frauen in starken 38:13 Minuten als strahlende Siegerin ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte.
Das miserable Wetter konnte der angehenden Lehrerin nichts anhaben: „Wegen meiner Studien-Verpflichtungen habe ich seit den Sommermonaten keine Wettkämpfe mehr bestritten, daher bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden.“
Nass, aber pudelwohl fühlte sich auch Heike Bienstein (LGO), die als Zweite in 40:03 Minuten den Lauf beendete. „Das war für mich nach meiner langen Wettkampfabstinenz wieder ein viel versprechender Auftakt, denn ich habe den Lauf aus dem vollen Training bestritten,“ kommentierte die 24-jährige LGOlerin, die bereits zu den Stammgästen des Parklaufs gehört und schon als Siebenjährige mitrannte. Durch den Doppelerfolg von Mira Räker und Heike Bienstein sicherte sich die LG Olympia in der Mannschaftswertung die WR-Trophäe.
Im Lauf der Männer-Hauptklasse über 10km wies Radsportler Niklars Magull, der dem Feld aus Sicherheitsgründen voran fuhr, den Weg. Chris Schwiegelshohn (LGO) konnte sich auf seinen „Bodyguard“ auf der Pfützen übersäten Strecke hundertprozentig verlassen, so dass er in ausgezeichneten 31:38 Minuten vor seinen beiden Teamkollegen Dominik Hollop (33:07 Min.) und Henrik Böhringer (33:08 Min.) dominierte und sich damit wie 2009 wieder in Besitz des Kronen-Cups brachte. „Ich habe die ersten vier Runden zum Einrollen benutzt und danach erst richtig Gas gegeben. Dafür ist meine Zeit im Vergleich zum Vorjahr sehr gut,“ befand der Student der Elektrotechnik.
Im Mittelstreckenlauf der Frauen über 2640m bot Jana Hartmann (LGO) als Zweite in 9:04 Minuten eine starke Leistung und brauchte nur der deutschen Juniorenmeisterin im 1500m-Hindernislauf, Jana Hirschhäuser (ASC Breidenbach, 9:01 Min.) den Vortritte zu lassen.
Im Lauf der Männer-Mittelstrecke stellte sich mit Miroslav Dobias, der vor kurzem zum LC Rapid stieß, ein neues „Gesicht“ vor. Der 20-jährige siegte auf der 3960m-langen Strecke in 12:27 Minuten vor den Jugendlichen Fabian Dillenhöfer (TSV Kirchlinde, 12:32 Min.), Borries von Anselm (LC Rapid, 13:09 Min.) und Nico Seling (Teutonia Lanstrop, 13:13 Min.).

Am Rande notiert

Fischer ging baden
Nasses Herbstlaub brachte Radsportler Jürgen Graf (Sturmvogel), der schon seit drei Jahrzehnten als umsichtiger Schrittmacher zur Stammbesetzung beim Parklauf „Rund um den Fernsehturm“ zählte, bei einer Trainingsfahrt zum Stürzen. Der Pechvogel wurde kurzfristig ersetzt durch den Jugendlichen Niklars Magull, der sich gefühlvoll auf das unterschiedliche Lauftempo der verschiedenen Altersgruppen einstellte und viel Lob von den Läuferinnen und Läufern erhielt.
Triathlet Jens Fischer (Tri- Geckos), der den Lauf der Klasse M 40 über 3960m in 15:12 Minuten gewann, und sein Sohn Malte Fischer, der über 1100m in 3:55 Minuten vorn lag, hatten es nach der Siegerehrung recht eilig, denn sie wollten noch zum Schwimmtraining. „Das hättet ihr bei den Wassermassen auch im Westfalenpark haben können,“ lästerten einige Teilnehmer. Jana Hirschhäuser (ASC Breidenbach), die im Mittelstreckenlauf der Frauen über 2640m in 9:01 Minuten knapp vor Jana Hartmann (LGO, 9:04 Min.) lag, studiert in Dortmund Architektur und hat sich der Trainingsgruppe von Pierre Ayadi angeschlossen.
Allerdings lässt die deutsche Juniorenmeisterin im 1500m-Hindernislauf noch offen, ob sie demnächst für die Dortmunder Leichtathletik-Vereinigung starten wird. „Unabhängig von ihrer Vereinszugehörigkeit ist sie auf jeden Fall eine gute Trainingspartnerin für uns,“ lobt Jana Hartmann die hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin.

Artikel erschienen in der Westfälischen Rundschau am 14. November 2010


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